Donnerstag, 24. November 2016

Programm 2017

Das neue Programm für 2017 steht, die Flyer sind gedruckt und werden bald verteilt.


Dienstag, 1. November 2016

Vorschau - Nächste Anlässe

Flyer 2017 als pdf herunterladen


Mo, 13. Februar 2017, 19:00 Uhr, Aula Kirchbünt, Schulhausstrasse 7, 9472 Grabs

„Hors-sol-Kinder“

Welche Umgebung brauchen Kinder für eine gesunde Entwicklung
  • Dr. Marco Hüttenmoser
  • Anmeldung nicht erforderlich, Öffentlicher Vortrag der Schule Grabs

Mi, 22. Februar 2017, 19:30 Uhr, Familien Treff Buchs, Churerstr. 7, 9470 Buchs

Lasst uns spielen

Was Spielen für die Entwicklung der Kinder bedeutet

Mo, 6. März 2017, 19:00 Uhr, Aula Kirchbünt, Schulhausstrasse 7, 9472 Grabs

Digitale Medien für jüngere Kinder

Konkrete Tipps für den Umgang mit Kindern und Medien
  • Zischtig.ch
  • Anmeldung nicht erforderlich, Öffentlicher Vortrag der Schule Grabs

Di, 28. März 2017, 19:30 Uhr, Familien Treff Buchs, Churerstr. 7, 9470 Buchs

Wie bringe ich alles unter einen Hut

Beruf, Familie, Partnerschaft - der Alltag fordert viel von uns

Di, 16. Mai 2017, 19:30 Uhr, Familien Treff Buchs, Churerstr. 7, 9470 Buchs

Wut, Trotz, Eifersucht

Starke Gefühle kleiner Kinder

Mi, 7. Juni 2017, 19:30 Uhr, Familien Treff Buchs, Churerstr. 7, 9470 Buchs

Vom ersten Taschengeld bis zum Jugendlohn

Der Umgang mit Geld und Konsum will gelernt sein

Di, 5. September 2017, 19:30 Uhr, Familien Treff Buchs, Churerstr. 7, 9470 Buchs

Wenn die Nerven blank liegen

Eltern und ihre Wut - woher sie kommt und wie man ihr begegnet

Do, 9. November 2017, 19:30 Uhr, Familien Treff Buchs, Churerstr. 7, 9470 Buchs

Toll sein – voll sein

Das bisschen Bier - was macht das schon

Donnerstag, 22. September 2016

Geschwister – sie haben sich zum Streiten gern


Warum streiten Kinder?

Mit dem Thema Geschwisterrivalität und Streit befasste sich der letzte Bildungsabend der Eltern­bildung Werdenberg unter der Leitung von Markus Zimmermann, dipl. Psychologe und Elterntrainer aus Affoltern am Albis. Eine beträchtliche Zahl Eltern, von den Streitereien ihrer Kinder genervt, liessen sich die hauptsächli­chen Ursachen von Rivalitäten unter Geschwistern erklären und lernten einige Verhaltensregeln.

Die Familienstruktur und die Geschwisterkonstellation haben einen grossen Einfluss auf die Persön­lich­keitsbildung der Kinder. So erstaunt es nicht, dass zum Beispiel erstgeborene Kinder nach der Geburt eines Geschwisters sich entthront fühlen und mit Eifersucht reagieren. Jedes Kind sucht in­nerhalb seiner Geschwisterreihe seine Rolle. Auch Charaktereigenschaften, ob vererbt oder in der Familienkonstellation erworben, beeinflussen die Art, wie die Kinder miteinander auskommen. Und schliesslich prägt natürlich die Familienatmosphäre entscheidend den Umgang der Ge­schwister untereinander.

Der Referent konnte mit Beispielen aus seiner Beratertätigkeit, aber auch aus den Erfahrungen mit seinen eigenen Kindern viele Erklärungen und praktische Ratschläge erteilen. Auch zu konkreten Problemen aus der Reihe der Eltern wusste er mögliche Erklärungen und machte Vorschläge, wie der Streit zu entschärfen oder wenigstens die Nerven der Eltern geschont werden können.

Mittwoch, 8. Juni 2016

Werkstatt, Büro oder Hörsaal

Grosses Thema in einer schwierigen Lebensphase

Was soll unser Sohn lernen? Soll unsere Tochter eine Lehre machen oder weiter zur Schule gehen? Die Fragen der Berufswahl sind für die Eltern ebenso herausfordernd wie für die betroffenen Jugendlichen selber. Was dabei hilfreich ist und wo Eltern Beratung und Unterstützung finden, war das letzte Thema vor den Sommerferien bei der Elternbildung Werdenberg. Stanislaw Henny, Sozialpädagoge bei der Kinder- und Jugendhilfe Sarganserland wusste mit  konkreten Ratschlägen etwas von der Unsicherheit und dem Druck von den Anwesenden zu nehmen.
Wichtige Voraussetzungen für einen entspannten Umgang mit den schwierigen Fragen sind gemäss Henny: die Probleme der Adoleszenz zu kennen, sich mit der Situation der Jugendlichen auseinandersetzen und ihre Möglichkeiten sehen.
So verschaffte der Referent mit einem kurzen Überblick Klarheit über die Begriffe „Pubertät“ und „Adoleszenz“. Er erinnerte daran, dass in dieser Phase die Identität, die Persönlichkeit, Selbständigkeit und Selbstkontrolle entwickelt werden sollten. Die Jugendlichen versuchen, den oft sehr anspruchsvollen Spagat zwischen Anerkennung in der Gruppe und in der Familie zu meistern. Nach neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen wird ihr Hirn wird in dieser Zeit physisch komplett umgebaut! Da erstaunt es nicht, dass bei manchen Jugendlichen – und damit ihren Erziehungsberechtigten - die Probleme eskalieren können. So ist z.B. die Suizidalität in diesem Alter am grössten.
Die Anwesenden wurden aufgefordert, ganz persönlich die Unterschiede zwischen früher und heute aufzuzählen. Dabei zeigte sich: flexiblere Normen, grössere Möglichkeiten, mehr Berufe, höhere Durchlässigkeit, aber auch mehr Beratungs- und Informationsmöglichkeiten zeichnen die heutige Zeit gegenüber unseren Erinnerungen aus.  Und hier liegt auch das Hauptgewicht der erteilten Ratschläge: Eltern sollen sich sehr frühzeitig mit den zur Verfügung stehenden Fachstellen, Berufswahlmessen, Infoveranstaltungen, Schnupperstellen usw. auseinandersetzten und ein Dossier erstellen.
Darauf sollte eine vertiefte Auseinandersetzung folgen mit Eignungstests (wie Stellwerk, Cockpit etc.) sowie Schnuppertagen. Das erlaubt die Eingrenzung der möglichen Berufe.
Wenn sich Schwierigkeiten bei der Lehrstellensuche ergeben, ist unbedingt ein Brückenangebot wie z.B. zehntes Schuljahr, Praktika,  Sprachaufenthalte, Sarganserländer Sozialjahr etc., zu prüfen. Kein Abschluss ohne Anschluss! so Hennys Kredo .
Für konstruktive Gespräche mit eventuell renitenten Jugendlichen, aber auch für Klippen und Rückschläge wusste der Referent manchen guten Rat zu geben, was zweifellos einigen der anwesenden Eltern etwas mehr Sicherheit und Zuversicht für ihre schwierige Aufgabe mitgaben.

Die Unterlagen zum Vortrag

Fachstellen, Links, Literatur

Donnerstag, 19. Mai 2016

Dumme Kinder gibt es nicht


Kinder, die Wertschätzung für die ihnen eigenen Stärken erfahren anstatt Abwertung wegen ihrer schwächer ausgeprägten Fähigkeiten, entwickeln ein gutes Selbstwertgefühl.

Eltern machen sich oft grosse Sorgen, wenn ihre Kinder mit dem Schulstoff Mühe bekunden. Wie kann man das Kind unterstützen, und welche Fehler sind zu vermeiden? Diese Fragen waren Gegenstand des letzten Bildungsabends der Elternbildung Werdenberg. Der Referent, Reto Cadosch aus Zizers, führte engagiert und kurzweilig durch den gut besuchten Anlass. Seine Hauptaussagen, „jedes Kind hat starke Seiten“ und „Personen mit einem hohen Selbst­wertgefühl halten bei schwierigen Aufgaben länger durch", untermauerte er mit vielen Beispielen aus der Praxis, die er sowohl aus seiner Beratertätigkeit als auch aus der Erfah­rung mit seinen eigenen, unterschiedlich begabten Kinder bezieht.

Selbstvertrauen heisst Zuversicht und Vertrauen ins eigene Denken und Können. Selbst­ach­tung heisst Respekt vor sich selbst. Daraus setzt sich das Selbstwertgefühl zusammen, das nicht vom Ausmass seiner Fähigkeiten abhängt. Ein Kind ist dann mit sich zufrieden und fühlt sich gut, wenn die Leistungen seinen psychischen und seinen körperlichen Fähigkeiten ent­sprechen.

Die Stärken eines Kindes können bei der sprachlichen oder der logisch-mathema­tischen In­telli­genz, bei der räumlichen oder der körperlichen Intelligenz liegen, aber auch bei der musikalischen, der naturalistischen sowie bei der intraperso­nalen oder interpersonalen Intelligenz. Die intrapersonale Intelligenz ist die Fähigkeit, sich selber wahrzunehmen, eigene Grenzen zu erkennen und mit eigenen Gefühlen sinnvoll umzugehen. Dagegen äussert sich die interpersonale Intelligenz in der Fähigkeit, Mitmen­schen zu verstehen und einfühlsam mit ihnen zu kommunizieren.

Natürlich sind allerlei Frustrationen im Alltag zu verkraften. Die Fähigkeit damit gelassen um­zugehen kann und sollte trainiert werden. Eine hohe Frustrationstoleranz ist eine wichtige Voraussetzung für Schulerfolge. Kindern sollten altersgemäss zunächst kleine, dann immer grössere Frustrationen zugemutet werden. (Nutella gibt es nur am Sonntag; Gamen ist auf bestimmte Zeiten limitiert, etc.)

Einmal mehr wurde in diesem Vortrag die überragende Wichtigkeit des Spielens zuhause und in der Schule betont. Spielen fördert die Entwicklung der Intelligenz und der Persönlich­keit, die motorischen Fähigkeiten, die Konzentrationsfähigkeit, die Sprachentwicklung, die Kreati­vität sowie auch die Sozialentwicklung.

Dienstag, 5. April 2016

Cola, Chips und Gummibärli

Reizwörter für Eltern, Sehnsuchtswörter für Kinder – erneut griff die Elternbildung Werdenberg an ihrer letzten Veranstaltung ein Thema auf, das viele Erziehungsberechtigte interessiert. Als kompetente Referentin konnte die Ernährungsberaterin Annelie Scheifele aus Rorschach gewonnen werden. Obwohl von den Anwesenden niemand von grösseren Problemen mit Übergewicht, Diabetes oder Karies berichtete, bewegen sich doch alle Eltern im Spannungsfeld zwischen gesunder Ernährung und den Lieblingsspeisen bzw. den Abneigungen ihrer Kinder. Hier konnte die Referentin nicht nur mit einer von der bekannten „Ernährungspyramide“ leicht abweichenden, weil auf Kinder abgestimmten „Ernährungsscheibe“ allgemeine Empfehlungen abgeben, sondern auch viele konkrete Tipps für ein entspanntes Aushandeln dessen, was auf den Teller kommt und was es dazwischen noch zu naschen gibt.


Wasser trinken

Gesüsste Getränkte, als regelmässige Durstlöscher benutzt, schaden den Zähnen und machen dick. Hier lauert Konfliktpotenzial, da viele Kinder zu wenig trinken und allzu schnell wird dann versucht, sie wenigstes mit süssen Getränken dazu zu bringen, mehr Flüssigkeit aufzunehmen. Nach dem Genuss von Süssgetränken oder Süssigkeiten sollten übrigens immer die Zähne gespült oder Wasser getrunken werden.

Früchte und Gemüse essen

Trotz der ganzen bunten Vielfalt bekunden viele Mütter Schwierigkeiten, ihren Kindern Gemüse und Salate schmackhaft zu machen. Vor allem bei den Zwischenmahlzeiten schützt der Genuss von Früchten vor dem „Gluscht“ nach Süssigkeiten. Das heisst nicht, dass Süsses total verbannt werden soll. Die Menge, die Häufigkeit und die passende Gelegenheit muss schlau geplant werden.

Ein paar Grundsätze helfen, den Kindern eine ausgewogene und gesunde Ernährung schmackhaft zu machen. Dazu gehören gemeinsame Mahlzeiten am Tisch, und nicht vor dem Fernseher oder im Kinderzimmer. Bei Tisch sollen keine Machtkämpfe über das Essen ausgefochten und keine unangenehmen Gespräche geführt werden. Teller müssen im Gegensatz zu früheren Zeiten nicht leer gegessen werden.

Vorbilder sein

Und auch hier ist ganz zentral: Eltern sind Vorbilder! Wenn der Sohn frühmorgens beim Entsorgen seines leeren Joghurtbechers im Abfalleimer die Papierchen entdeckt, welche die Eltern des abendlichen Guetzlikonsums beim Fernsehen überführen, wird es schwierig, seine Prinzipien durchzusetzen.

Es ist bekanntlich schwierig, alte Gewohnheiten los zu werden – besser ist es, neue einzuführen!

Freitag, 1. Januar 2016

Jahresbericht 2015

Das 36. Jahr der Elternbildung Werdenberg ist abgeschlossen.

An insgesamt fünf Team-Sitzungen haben wir die aktuellen Fragen und Geschäfte bearbeitet sowie das Programm für das Veranstaltungsjahr 2016 vorbereitet.

Elternbildungsteam

Veronika Schäffler, Grabs
Urs Scherrer, Grabs
Tamara Rütimann, Grabs
Mirjam Probst, Grabs

Veranstaltungsverlauf

Im vergangenen Programmjahr wurden insgesamt acht Veranstaltungen angeboten, drei davon in Zusammenarbeit mit der Schule Grabs. Die Veranstaltungen mit Voranmeldungen anzubieten hat sich bewährt, so mussten wir zwei davon wegen zu wenig Anmeldungen absagen. Wir haben wieder einen eigenen kleinen Flyer gestaltet und diesen mit dem Grabserblatt und im Buchs Aktuell  verteilen lassen. Im Vergleich zu den Vorjahren ist die Besucherzahl stetig gestiegen. Für uns eine Bestätigung unserer Arbeit. Die Teilnehmer sind engagiert und interessiert und haben uns positive Rückmeldungen gegeben.

Anlässe

  • Hilf mir es selbst zu tun, Schulanlass Grabs, Ca. 80-90 Pers.
  • Was Kinder von ihren Eltern (nicht) brauchen, Schulanlass Grabs, Ca. 100-120Pers.
  • Faszination digitaler Welten, Schulanlass Grabs, Ca. 60-70 Pers.
  • Tabu-Themen in der Familie, Referat/Diskussion, Abgesagt
  • Eltern sind nicht immer schuld, Referat/ Diskussion, 21 Pers
  • Erziehungsfalle Verwöhnen, Referat/ Diskussion, Abgesagt
  • Pubertät- Tanz der Hormone, Referat /Diskussion, 38 Pers
  • Gamen-Chatten-Surfen, Referat/ Diskussion, 21 Pers

Ausblick 2016

Das Programm für 2016 steht und beinhaltet wieder 3 Anlässe in Kooperation mit der Schulgemeinde Grabs und 8Eigene, davon erstmals einen Kurs in drei Teilen im Familientreff Buchs. Auch dieses Jahr haben wir einen Flyer gestaltet, der mit dem Grabserblatt, sowie dem „Buchs aktuell“ verteilt wurde.

Finanzielles

Die Werbung mit Inseraten und Flyer, die Lokalmiete sowie die Referentenhonorare machen den Löwenanteil unserer Ausgaben aus. Auch wenn die Besucherzahlen steigen, sind wir weiterhin auf Spenden und Sponsorengelder angewiesen um die Elternbildung Werdenberg in der Region anbieten zu können.

Einen „Herzlichen DANK“ an alle Sponsoren und Gönner für die finanzielle Unterstützung sowie auch an alle ehrenamtlichen  Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die vielen Stunden Arbeit im Hintergrund ohne die eine Elternbildung Werdenberg nicht funktionieren kann.

Im Januar 2016               Veronika Schäffler

Donnerstag, 5. November 2015

Gamen-Chatten-Surfen

Vortrag am Do, 5. Nov. 2015 im Familien Treff Buchs
Meldungen wie die kürzlich gelesene Zeitungsnotiz, wonach Jugendliche in den USA durchschnittlich neun Stunden täglich surfen, erschrecken uns und wir fragen uns, wie weit unsere Kinder und Jugendli­chen diesem Beispiel schon folgen. Laut Schmid gilt es, die Weichen früh richtig zu stellen. Wir Erwachsenen stellen oft erstaunt und bewundernd fest, dass die Kinder das Spiel mit den neuen Medien viel schneller lernen und besser beherrschen als wir, wir aber sind diejenigen, welche die damit verbun­denen Gefahren besser einschätzen können. Lassen wir uns nicht einreden, dass PC, Tablet und Smart Phone zur optimalen Entwicklung der Kinder notwendig sind. Stellen wir ihnen diese jedoch altersgerecht zur Verfügung, müssen wir für Fragen offen sein und gegebenenfalls intervenieren. Besser sei es aber, andere Kompetenzen fördern, die Medienkompetenz komme von selber.
Bei der Nutzung des Smartphones lassen sich geschlechterspezifische Unterschiede feststellen: Während Mädchen gerne chatten, fotografieren (Selfies!) und auf Facebook präsent sind, ziehen die Knaben das Gamen und Surfen vor. Alle diese Aktivitäten bergen ein beachtliches Suchtpotential. Als problematisch muss der Mediengebrauch dann gelten, wenn er Kinder oder Jugendliche dauerhaft von ihren Entwicklungsaufgaben abhält. Allerdings kann Missbrauch kaum wirklich verhindert werden, und Jugendliche erliegen natürlich „der Macht der Bilder, Töne und Botschaften, die einen wichtigen Teil unserer zeitgenössischen Kultur darstellen“ (Paula Bleckmann).
Doch nebst allem Nützlichen und Interessanten ist auch alles Üble dieser Welt im Internet vertreten. Wir Erwachsenen müssen selber lernen und die Jugendlichen lehren, die Medieninhalte kritisch zu reflektieren und sozial verantwortlich damit umzugehen. Im Idealfall können die Jungen mit den Eltern über die Inhalte reden.
Kinder brauchen für ihre Entwicklung das freie Spiel; körperliche, sinnliche und soziale Erfahrungen sowie auch unterhaltungsfreie Zeit – Dinge, die ihnen durch die neuen Medien vorenthalten werden.
Der Referent schlägt als Faustregel die 3 – 6 – 9 – 12 Regel vor:
Kein Fernsehen vor 3 J. (max. 30 Min./Tag); keine Games vor 6 J. (max. 5 Std./Woche); kein Internet vor 9 J. (max. 10 Std./Woche); kein unbegleitetes Internet vor 12 Jahren. Ab 20 Stunden pro Woche müsse jeder Medienkonsum bei Jugendlichen als problematisch eingestuft werden.

Merkblatt mit den wichtigsten Informationen zum Thema




Mittwoch, 6. Mai 2015

Eltern sind nicht immer schuld

Therese Lechner referierte bei der Elternbildung Werdenberg über den Unterschied zwischen objektiver Schuld und unterschwelligen Schuldgefühlen.
Der Titel «Eltern sind nicht immer schuld» weckte bei den zahlreich anwesenden Müttern und einigen Vätern ganz verschiedene Assoziationen. Besonders Mütter quälen sich oft mit Selbstvorwürfen und entwickeln Schuldgefühle, wenn ihr Kind den familiären, schulischen oder gesellschaftlichen Erwartungen nicht entspricht. Oder sie leiden unter den Schuldzuweisungen anderer Eltern, welche die Ursache von Konflikten immer bei andern Kindern oder deren Eltern orten.
Lehrkräfte oder Vorgesetzte sehen oft den Ursprung allfälliger Probleme mit den Kindern und Jugendlichen ganz klar bei den Eltern. Wenn Eltern alles richtig machen, kommen auch die Nachkommen gut heraus – so die allzu einfache und billige Vorstellung, vor der wir uns wohl alle hüten müssen.
Dem Unterschied zwischen objektiver Schuld und unterschwelligen Schuldgefühlen widmete die Referentin Therese Lechner besondere Aufmerksamkeit. Wir leben alle im Spannungsfeld zwischen voller Verantwortung und völliger Schuldlosigkeit. Natürlich gibt es Eltern, die Schuld auf sich laden, wenn sie es an der nötigen Fürsorge und liebevollen Zuwendung fehlen lassen. Da gibt es auch die einfachen Ausreden – «unsere Eltern haben es auch so gemacht und wir sind doch auch recht herausgekommen» – anderseits sind wir auch tatsächlich von unserer eigenen Erziehung und Herkunft geprägt, wovon wir uns nicht einfach lösen können. Umgekehrt versuchen wir vielleicht, alles besser zu machen als unsere Eltern. Trotzdem lässt sich unsere Prägung nicht verleugnen und kommt in unserer inneren Haltung zum Ausdruck.

Was im anregenden Vortrag zu lernen war: Die Diskrepanz zwischen Ansprüchen und Wirklichkeit kann Eltern zu schaffen machen. Schuldgefühle sollte man ehrlich und selbstkritisch hinterfragen, sich aber auch eingestehen, dass man nur bieten kann, was man hat, und dass das Repertoire beschränkt ist.


Freitag, 30. Januar 2015

Jahresbericht 2014

Das 35. Jahr der Elternbildung Werdenberg ist abgeschlossen.
An insgesamt fünf Team-Sitzungen haben wir die aktuellen Fragen und Geschäfte bearbeitet sowie das Programm für das Veranstaltungsjahr 2015 vorbereitet.

Elternbildungsteam

Veronika Schäffler, Grabs
Urs Scherrer, Grabs
Tamara Rütimann, Grabs
Barbara Ostermeier, Grabs (bis Dez. 2014)

Veranstaltungsverlauf

Im vergangenen Programmjahr wurden insgesamt sechs Veranstaltungen angeboten, zwei davon in Zusammenarbeit mit der Schule Grabs. Seit diesem Jahr bieten wir unsere Veranstaltungen mit Voranmeldungen an. Gleichzeitig haben wir einen eigenen kleinen Flyer gestaltet und diesen mit dem Grabserblatt verteilen lassen. Im Vergleich zu den Vorjahren ist die Besucherzahl stetig gestiegen. Für uns eine Bestätigung unserer Arbeit. Die Teilnehmer sind engagiert und interessiert und haben uns positive Rückmeldungen gegeben.

Anlässe

Hilf mir es selbst zu tun Schulanlass Ca.80-90 Pers.
Faszination digitaler Welten Schulanlass Ca. 100-120Pers.
Wut und Zorn- die verkannte Energie Referat/Diskussion 56 Pers.
Mein Kind mag keine Äpfel! Na und? Referat/ Diskussion Ausgefallen
Zwischen Geigen und Pauken Referat/ Diskussion 35 Pers.
Was Hänschen lernt, hilft Hans immer! Referat /Diskussion 41 Pers.

Ausblick 2015

Das Programm für 2015 steht und beinhaltet 3 Anlässe in Kooperation mit der Schulgemeinde Grabs und 5 eigene im Familientreff Buchs. Auch dieses Jahr haben wir einen Flyer gestaltet, der mit dem Grabserblatt, sowie dem „Buchs aktuell“ verteilt wurde.

Finanzielles

Die Werbung mit Inseraten und Flyer, die Lokalmiete sowie die Referentenhonorare machen den Löwenanteil unserer Ausgaben aus. Auch wenn die Besucherzahlen steigen, sind wir weiterhin auf Spenden und Sponsorengelder angewiesen um die Elternbildung Werdenberg in der Region anbieten zu können.

Einen „Herzlichen DANK“ an alle Sponsoren und Gönner für die finanzielle Unterstützung sowie auch an alle ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die vielen Stunden Arbeit im Hintergrund ohne die eine Elternbildung Werdenberg nicht funktionieren kann.

Im Januar 2015 Veronika Schäffler